ROSTOCK PORT CASTS

Universalhafen in hanseatischer Tradition

Die über 800 Jahre alte Hanse- und Universitätsstadt Rostock hat ihren Ursprung im Hafen. Archäologische Spuren belegen, dass am Unterlauf der Warnow bereits Jahrhunderte vor der Stadtgründung reger Handel über den Seeweg betrieben wurde. Seither prägt der Hafen die Geschicke und die Entwicklung von Rostock. Er ist heute die Herzkammer der regionalen Wirtschaft und darüber hinaus von ganz Mecklenburg-Vorpommern…

 

Schwere Brocken über der Kaikante

In den letzten zwei Jahrzehnten siedelten sich im Hafen mehrere Hersteller von großteiligen Industriegütern an. Die Unternehmen nutzen den direkten Zugang zum Wasser, um ihre Erzeugnisse in alle Welt zu verschiffen. Durch diese Entwicklung hat der Umschlag von Schwergut- und Projektladung stark an Bedeutung gewonnen. Regelmäßig werden im Liebherr-Werk fertigmontierte Hafenmobilkrane auf Spezialschiffe verladen. Nebenan beim Großröhrenhersteller EEW Special Pipe Constructions sind es bis zu 120 Meter lange Fundament-Stahlrohre, die auf dem Seeweg zu Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee gelangen…

Eisenbahnhafen Rostock wird ausgebaut

Jährlich werden mehr als 25 Millionen Tonnen Güter aller Art im Überseehafen Rostock umgeschlagen. Diese erreichen und verlassen den größten Universalhafen an der deutschen Ostseeküste über die Autobahn A19, die sich direkt an den Hafen anschließt, sowie auf dem Schienenweg. Insgesamt 54 Kilometer Bahngleise durchziehen das Areal des Hafens und verbinden diesen mit dem europäischen Schienennetz. Rund ein Fünftel aller über die Kaikanten gehenden Güter wird auf dem Gleis transportiert. Tendenz stark steigend.

Auf neuem Kurs in der Kreuzschifffahrt

In der mehr als 60-jährigen Geschichte des Überseehafens Rostock nimmt die Kreuzschifffahrt in Warnemünde einen besonderen Platz ein. Der Passagierkai am Warnemünder Seekanal liegt außerhalb des Überseehafens und war einst Urlauberschiffen der DDR sowie aus der Sowjetunion und Polen vorbehalten. Im Jahr 1990 gab es lediglich drei Anläufe von Kreuzlinern. Nach der Wende in Ostdeutschland und mit dem einsetzenden Boom in der Kreuzschifffahrt änderte sich das Bild. Der Seetourismus entwickelte sich für den Überseehafen zum bedeutenden Geschäftsbereich mit jährlich bis zu 200 Schiffsanläufen. Vor der Corona-Pandemie.